Die alltägliche Excellenz (1)


Die alltägliche Excellenz (1)

Die kürzeste Umschreibung des Neuro-Linguistischen Programmierens kann lauten: NLP modelliert die menschliche Exzellenz.
Das Modellieren ist ein komplexer Prozess des Kodierens der wesentlichen Elemente eines Verhaltens.

Was versteht man aber unter dem Begriff der Exzellenz?

Die Exzellenz ist das wichtigste Kriterium des NLP, sie ist jene menschliche Fähigkeit, die einem erlaubt eine Tätigkeit auf höchstem Niveau durchzuführen.
Eine Vorannahme des NLP besagt, dass alles, was ein Mensch kann, für andere Menschen erlernbar ist. Wichtig ist, dass die Aufgabe in hinreichend kleine Schritte unterteilt wird. Also ist auch die Exzellenz erlernbar.

Die erste Form der Exzellenz, die von den Gründern des NLP untersucht wurde, war die der therapeutischen Magier der siebziger Jahren, Fritz Perls, Virginia Satir und Milton Erickson. Das Ergebnis dieser Beobachtungen war das Metamodell der Sprache, der Grundstein der NLP-Methode und fester Bestandteil jeder NLP-Practitioner Ausbildung.

John Grinder schrieb in seinem letzten Buch „Whispering in the wind“, dass Exzellenz eine „extreme Form des menschlichen Verhaltens“ ist („extreme form of human behavior“; John Grinder ; Carmen Bostic St. Clair, „Whispering in the Wind“, S. 1).

Der Untersuchungsgegenstand der NLP-Methode, die außergewöhnlichen Leistungen der Menschen, wird in letzter Zeit vermehrt von der Wissenschaft studiert. Die sogenannten Savants, Menschen deren Leistungen die Wissenschaftler in Erstaunen versetzen, liefern wertvolle Einsichten über die unglaubliche Kapazität des menschlichen Gehirns.

Robert Dilts, der zahlreiche berühmte Persönlichkeiten modelliert hat, ist der Meinung, dass das Erreichen der Exzellenz, obwohl sehr wichtig in Lern- und Entwicklungsprozesse, alleine kein harmonisches Wachstum ermöglicht. Die Ökologie der persönlichen Entwicklung kann sogar darunter leiden und wichtige Aspekte können außer Acht gelassen werden.
Das ist auch der Fall der Savants, deren Fähigkeiten sich in einem sehr engen Leistungsbereich manifestieren. Andere Anteile der Persönlichkeit haben wesentliche Einschränkungen, vor allem in der Kommunikation mit ihren Mitmenschen, zu überwinden. Die erhöhte Leistung eines Areals (Zentrums) des Gehirns scheint die Tätigkeit anderer Zentren zeitweise oder dauerhaft zu hemmen.
Dilts schlägt vor, das Phänomen der Exzellenz systemisch anzugehen. Qualitäten wie Weisheit und Ökologie können individuelle einseitigen Entwicklungen rechtzeitig verhindern.
Auf der Makroebene der Gesellschaft, findet man auch solche Ungleichgewichte, zum Beispiel die, die als Folge von zu starkem Wachstum der Wirtschaft auf die Kosten der Natur entstanden sind. Die gesamte Ökologie der Erde wird dabei gefährdet.

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